ExpertRecruiting
Wochenrückblick

Krankenhäuser beschäftigen ein Viertel mehr Personal als 2015

Die Zahl der Menschen, die in deutschen Krankenhäusern arbeiten, ist auch 2025 gestiegen. Das zeigen die Krankenhausdaten, die das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch veröffentlicht hat. Am Freitag legte die Bundesagentur für Arbeit (BA) ihre Arbeitsmarktzahlen für Oktober vor: Die übliche Herbstbelebung fiel schwach aus.

Mehr Personal, weniger Betten

Zum Jahresende 2025 waren in den Krankenhäusern 221.800 Personen im ärztlichen Dienst und 1.271.700 Personen im nichtärztlichen Dienst direkt beschäftigt, zusammen rund 1,49 Millionen. Beim nichtärztlichen Dienst sind Auszubildende sowie Schülerinnen und Schüler mitgezählt. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl im ärztlichen Dienst um 1,9 Prozent, im nichtärztlichen um 2,5 Prozent. Im Vergleich mit 2015 sind es 27,1 beziehungsweise 24,9 Prozent mehr.

Umgerechnet auf Vollzeitstellen (Vollkräfte im Jahresdurchschnitt) arbeiteten 1.038.000 Menschen in Krankenhäusern, davon 184.100 im ärztlichen und 854.000 im nichtärztlichen Dienst. Das sind 2,0 und 2,3 Prozent mehr als 2024. Gegenüber 2015 liegt der Zuwachs bei 19,2 und 19,7 Prozent. In die Vollkräfte-Rechnung gehen laut Destatis Voll- und Teilzeit sowie geringfügige Beschäftigung ein.

Die Zahl der aufgestellten Betten sank dagegen um 0,9 Prozent auf 468.803 in 1.807 Krankenhäusern. Die durchschnittliche Auslastung stieg von 72,0 auf 72,6 Prozent. Große Häuser mit mehr als 800 Betten kamen auf 75,3 Prozent, Häuser mit 1 bis 49 Betten auf 55,2 Prozent.

Mehr Patienten, kürzere Aufenthalte

2025 wurden 17,7 Millionen Patientinnen und Patienten vollstationär behandelt, 203.000 oder 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Niveau vor der Corona-Pandemie ist damit nicht erreicht: 2019 waren es 19,4 Millionen, 9,4 Prozent mehr als 2025. Ein Aufenthalt dauerte im Schnitt 7,0 Tage, 0,1 Tage weniger als 2024. Zu Beginn der Krankenhausstatistik 1991 waren es noch 14,0 Tage. Die meisten Fälle entfielen auf die Innere Medizin (5,0 Millionen) und die Allgemeine Chirurgie (2,7 Millionen).

Arbeitsmarkt im Oktober: Herbstbelebung bleibt schwach

Die Zahl der Arbeitslosen sank im Oktober um 40.000 auf 2.955.000, die Arbeitslosenquote um 0,1 Punkte auf 6,3 Prozent. Saisonbereinigt stieg die Arbeitslosigkeit allerdings um 4.000. Gegenüber Oktober 2025 liegt sie um 44.000 höher. BA-Chefin Andrea Nahles sagte, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen reichten für eine Besserung am Arbeitsmarkt weiterhin nicht aus.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften beschreibt die BA als weiter schwach. Gemeldet waren 654.000 Arbeitsstellen, 31.000 mehr als vor einem Jahr. Der Stellenindex BA-X fiel um einen Punkt auf 102 Punkte und liegt damit 4 Punkte über dem Vorjahresmonat. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg von Juli auf August saisonbereinigt um 14.000, lag mit 34,87 Millionen aber 45.000 unter dem Vorjahr. Für 22.000 Personen wurde vom 1. bis 26. Oktober konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt.

Für Kliniken, Praxen und Kanzleien bedeutet ein schwächerer Gesamtarbeitsmarkt nicht automatisch mehr Bewerbungen auf Fachpositionen. Wie Sie offene Stellen trotzdem besetzen, beschreibt unser Ratgeber Fachkräftemangel im Gesundheitswesen. Bei Fachkräften für Medizin und Gesundheitswesen oder Steuerberatung unterstützen wir mit Direktansprache.

Quellen: Statistisches Bundesamt – Pressemitteilung Nr. 376 vom 28.10.2026 (Krankenhausgrunddaten 2025) · Bundesagentur für Arbeit – „Arbeitsmarkt im Oktober 2026 – Herbstbelebung bleibt schwach“, BA-Presseinfo Nr. 41 vom 30.10.2026

Über den Autor

Max Besemer, Geschäftsführer der Vertico Executive Search GmbH
Max Besemer
Geschäftsführung · Vertico Executive Search GmbH

Verantwortet die Marke Expert Recruiting und die spezialisierte Personalvermittlung in Medizin, Steuer, Recht und Vertrieb – mit Fokus auf Direktansprache und Besetzungsgarantie.

Weiterlesen

← Alle Neuigkeiten ansehen

Betrifft Sie eine dieser Entwicklungen konkret?

Sprechen Sie uns an — wir beraten Sie zu Ihrer aktuellen Personalsituation im kostenlosen Erstgespräch.

Erstberatung anfragen